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13. SKIF Weltmeisterschaft in Hradec Králové/Tschechien - 15.-21. Juli 2019

 

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Was lange währt, wird gut - unter diesem Motto steht auch der Bericht der WM, welcher nun endlich bereit zum Lesen ist. Alternativ könnt ihr aber auch gleich zur Fotogalerie -hier- weiterklicken…



Eine sehr anstrengende, aber unglaublich lehrreiche Woche liegt nun hinter uns. Gemeinsam mit Kämpfern aus 55 verschiedenen Nationen der ganzen Welt, fand unser Highlight des Karate-Jahres 2019 statt - die Weltmeisterschaft in Tschechien. An 3 Wettkampftagen ging es auf den Tatamis heiß her und man konnte Kata und Kumite auf dem höchsten Niveau bestaunen. Auch wir Torii's waren mit gleich 3 Startern für Team Germany vertreten - Marcus, Franzi und Sandra stellten dabei ihr Können unter Beweis. Neben den Startern waren ebenfalls unzählige auserwählte Kampfrichter die Tage im Einsatz, darunter auch unser Thomas. Es ist wirklich schwer, so viele Erlebnisse in Worte zu fassen, aber wir probieren es trotzdem…

Für Thomas begann die WM-Woche bereits am Dienstag, denn für die Kampfrichter stand noch ein 3-tägiges Seminar auf dem Plan. Mit der abschließenden Prüfung qualifizierten sie sich schließlich für ihren Einsatz an den Tatamis - und so auch Thomas. Der Rest des Teams reiste erst Mittwoch an. Von Dresden aus fuhren wir, gemeinsam mit Paul, Matze, Emilio und Alina, nach Hradec Kralove. Am Hotel trafen wir schließlich auch auf Marcus, Nicole und Marwin. Gemeinsam bezogen wir unsere Hotelzimmer, bekamen unsere Akkreditierungen und machten einen kleinen Spaziergang zur Wettkampfhalle. Dort erledigten wir noch den letzten Schritt der Registrierung - das Wiegen. Danach genossen wir den Nachmittag noch ein wenig, bevor wir abends unsere erste Trainingseinheit auf den Tatamis absolvierten. Dabei konnte man  auch schon einen kleinen Blick hinüber zur Konkurrenz werfen. Danach ging es unter die Dusche und ab ins Restaurant nebenan. Gemeinsam mit den Kampfrichtern schmeckte uns das verdiente Mahl, danach besuchten wir noch unseren Bundestrainer Akio Nagai Shihan und ließen den Abend ausklingen…

Der Donnerstag startete mit einem kräftigen Frühstück. Das war auch nötig, denn uns erwartete die nächste Trainingseinheit bereits kurz danach. Nachdem wir in der Halle ordentlich geschwitzt hatten, freuten wir uns auf eine schöne Dusche. Noch mehr freuten wir uns aber auch auf ein leckeres Mittagessen beim Mexiko-Italiener. Nach einem kleinen Mittagsschläfchen ging es wieder in die Halle, wo uns die Coaches Marco und Anja bereits fürs nächste Training erwarteten. Den Abend verbrachten wir gemeinsam im sagenumwobenen Zimmer 303 mit Spiel und Spaß.

Am Freitag begannen dann endlich die Wettkämpfe - zumindest für die Jugend (bis 18 Jahre) und die Master (ab 40 Jahren). Also nochmal ein letzter Ruhetag für Team Germany inklusive Ausschlafen. Erst schauten wir nach dem Frühstück kurz in der Halle vorbei. Dabei entdeckten wir unsere Kampfrichter tatkräftig bei der Arbeit und das trotz der sommerlichen Temperaturen in der Halle. Auch draußen schien die Sonne - also eigentlich ideal, um einen kleinen Stopp am Badesee  einzulegen. Wie gesagt, so getan…während die Herren der Schöpfung sich im Wasser ordentlich abkühlten, nutzten die Damen die Möglichkeit, an ihrer Sommerbräune zu arbeiten. Nach dem entspannten Nachmittag fuhren wir nochmal zur Halle und powerten uns bei der letzten Trainingseinheit ordentlich aus. Mittlerweile waren auch Mario und René (gemeinsam mit  den Großenhainern) als Zuschauer angereist. Also trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen, bevor es für die Wettkämpfer schon zeitig ins Bett ging, denn am nächsten Morgen wurde es ernst.

     

Samstag - quasi mitten in der Nacht trafen wir uns beim Frühstück - okay es war 6:30 Uhr, aber es fühlte sich seeehr früh an. Beim Frühstück futterten wir unsere Kraftreserven für die nächsten Stunden an und machten uns dann schon auf dem Weg zur Halle. Nach einer kurzen, aber knackigen Erwärmung ging es auch schon los. Man spürte wie sich die Anspannung und Aufregung auf den Schultern aller niederließ. Zunächst starteten wir in Kata. Jeder zeigte eine super Leistung, für den einen reichte es eine Runde weiter - für andere leider nicht. Zufrieden waren wir am Ende trotzdem. Besonders Franzi konnte stolz sein, denn sie schaffte es sogar bis ins Halbfinale. Es war schon sehr eindrucksvoll zu sehen, mit welcher Leichtigkeit und Perfektion die Finalisten ihre Kata’s präsentierten. Es zeigte uns aber auch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, um mit der Weltspitze mithalten zu können. Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Kumite weiter. Im Gegenteil zu unseren nationalen Meisterschaften wurde hier in Gewichtsklassen gekämpft. Leider konnte sich auch hier keiner unserer Deutschen bis in die Finals kämpfen. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht gut geschlagen haben. Jeder von uns konnte seine eigenen Erfahrungen sammeln, sich den einen oder anderen Punkt erkämpfen und am Ende mit erhobenen Hauptes aus dem Pool treten. Abgeschlossen wurde der Wettkampftag mit der Eröffnungszeremonie, wo alle Nationen einliefen, eine kleine Showeinlage geboten wurde und Nobuaki Kanazawa die Kata Gankaku Sho präsentierte. Highlight des Ganzen war das gemeinsame Laufen der Heian Shodan mit allen Teilnehmern und Coaches - was am Ende sogar einen Eintrag ins tschechische Rekordbuch wert war. Danach verfolgten wir gespannt die Finals in Kata und Kumite, wobei wir uns kaum noch halten konnten vor lauter Mitfiebern. Die abschließende Siegerehrung stand dann größtenteils im Zeichen der japanischen Flagge, welche am Ende der Tage die Weltmeisterschaft als erfolgreichstes Team verlassen würden.

  

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Team-Wettbewerbe. Pünktlich um 8:00 Uhr machten die Damen den Anfang. Unser neu aufgestelltes Kata-Team mit Alina, Franzi und Sandra zeigte dabei eine super Leistung bei der Darbietung ihrer Jion und sicherte sich am Ende einen starken 5. Platz. Auch bei den Herren ging es heiß her - Paul, Marcus und Marcus zeigten ebenfalls eine präzise Jion, aber verpassten das Finale leider hauchdünn. Der Sieg ging in beiden Kategorien an Japan, welche mit einer sehr sauberen und synchronen Kata überzeugten. Im Anschluss daran fand noch der Kampf um den Grand Champion statt. Dabei standen alle Medaillengewinner der Kumitewettbewerbe vom Samstag, unabhängig  von ihren Gewichtsklassen, im Pool gegenüber und kämpften quasi um die Königskrone. Danach fehlten nur noch die Kumite-Teams. Wie gesagt, so getan - erst kämpften die Damen (Nicole, Sandra, Franzi und Alina) gegen saustarke Italienerinnen. Leider mussten sie sich diesen geschlagen geben, konnten aber wertvolle Erfahrungen sammeln und den einen oder anderen blauen Fleck…Nun lagen alle Hoffnungen bei den Herren. Bestehend aus Marcus, Paul, Matze, Marcus, Emilio und Marwin traten sie mit voller Manneskraft in den Pool und sicherten sich den Sieg in der ersten Runde gegen Irland. Danach folgte ein Krimi gegen Kirgistan. Die Underdogs aus Fernost machten es unseren Jungs mit ihrem schnellen und grundständigen Karate ziemlich schwer. Am Ende unterlag Team Germany mit 2:3 und verpasste damit leider die Bronzemedaille in dieser Kategorie. Trotzdem ließen wir am Ende der Wettkämpfe den Kopf nicht hängen, denn wir sammelten alle unglaublich wertvolle Erfahrungen und bekamen neuen Input für unser eigenes Training. Aber noch war die WM nicht vorbei - denn trotz des Konkurrenzkampfes auf der Tatami ist und bleibt der SKIF eine große Familie. Genau das feierten wir auch bei der abschließenden Sayonara-Party. Bei vielem und vor allem leckeren Essen wurde gemeinsam gelacht, getrunken und der Abend einfach genossen. Eine Podestplatzierung sicherte uns Coach Marco an diesem Abend aber noch. Beim „Punch Analyzer“ (ermittelt Geschwindigkeit und Stärke eines Zuki’s) erkämpfte er uns das Silberplätzchen mit seinem stahlharten Zuki. Ein kleines Live-Konzert lud schließlich noch zum Tanzen ein, wo die letzten Kraftreserven noch verbraucht wurden…

  

Nach solch einer Nacht freuten wir uns alle, endlich mal ausschlafen zu können und danach lecker zu frühstücken. Vollgefuttert packten wir unsere sieben Sachen zusammen, verabschiedeten uns voneinander und fuhren zurück in die Heimat. Das japanische Team, was ebenfalls in unserem Hotel untergebracht war, hinterließ auf der Fensterbank der Rezeption noch einen kleinen Gruß - sie war vollgestellt mit all den gewonnen Pokalen. Das war schon ein echter Hingucker. Nichtsdestotrotz steuerten wir direkt Richtung Dresden und verbrachten die Fahrt damit, die letzten Tage zu reflektieren. Es war eine unglaubliche Erfahrung und wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen, welche in Zukunft noch auf uns warten. Denn wie heißt es so schön, nach der WM ist vor der EM, welche nächstes Jahr in den Niederlanden stattfinden wird.

Abschließend möchte ich mich an dieser Stelle noch bei allen Unterstützern bedanken. Dazu zählt zum einen die Familie, die immer an einen glaubt. Aber auch unser Torii Dojo, was quasi eine zweite Familie ist. Genau so sehr möchte ich mich bei Jana und dem Dojo Kuroda bedanken für ihr Engagement. Ein Danke geht aber auch an alle Anderen, die hier nicht alle einzeln erwähnt werden können, aber trotzdem einen großen Anteil an unserer Leistung haben. Wir sind euch dankbar für all eure Bemühungen und hoffen auch in Zukunft darauf bauen zu können.

Oss Sandra