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Sommergasshuku in Ostbevern 2026 - 30. Juli - 02. August

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Mit 
Lust auf Sommer, Sonne und Karate machten wir uns auf den Weg ins weitentfernte NRW - nämlich nach Ostbevern zum Sommergasshuku. Dort erwarteten uns vier Tage voller Training, Schweiß und gemeinsamer Zeit. Mit über 180 anderen Karateka aus ganz Deutschland sollte das definitiv nicht langweilig werden. On top gab es auch noch zwei Dan-Prüfungen aus unserem Dojo...

In Mitten der Sommerferien machten wir uns am Morgen des Donnerstags auf unsere Deutschlandreise. Wie beim bekannten Brettspiel durchquerten wir eine handvoll Bundesländer, düsten über diverse Autobahnen und versuchten, auf schnellstem Weg an unser Ziel zu kommen. Tatsächlich meisterten wir drei Mädels die über 500km relativ zügig und konnten ganz entspannt im Dunstkreis von Münster ankommen. Zunächst wurde unser Domizil für die nächsten Tage bezogen - eine Ferienwohnung in the middle of nowhere - dafür umso gemütlicher. Kurz die Beine hoch und - endlich - mal wieder sitzen. Danach ging es Richtung Ostbevern-Zentrum zur Beverhalle, dem Trainingsort der nächsten Tage. Nach vielen Umarmungen und Begrüßungen starteten wir ins Training. Als Gasttrainer waren einige hochrangige Namen vor Ort. Unser Bundestrainer Nagai Shihan (9. Dan) reiste extra aus Japan an. Unterstützt wurde er von Aragane Shihan (8. Dan) und Murakami Shihan (8. Dan), welche die Trainingseinheiten unter sich aufteilten.

In allen Einheiten wurde sehr viel Wert auf die grundlegenden Techniken des Karate gelegt. Besonders die Nutzung der verschiedenen Körperachsen und -grenzen, um möglichst schnell und effizient zu handeln. Dabei ist auch die richtige Atmung sowie die Nutzung der Schwerkraft unabdinglich. Besonders Murakami Sensei nahm sich dieser Bereiche an und ließ uns bei den passenden Übungen ordentlich schwitzen. Auch Aragane Sensei setzte Schwerpunkte bspw. in puncto Kontrolle der Techniken - das wurde bei entsprechenden Partnerübungen in diversen Anwendungen trainiert. Durch den Fokus auf die Basics konnten alle Graduierungen neuen Input mitnehmen und an den Feinheiten feilen.

Natürlich durfte auch etwas Ausgleich nicht fehlen - die Zeit vor und nach dem Training wurde also entsprechend genutzt. Während die Vormittage meist mit terminlichen Verpflichtungen einhergingen - Dojoleiter-Versammlung, Kader-Training etc. - freuten wir uns auf die gemeinsame Zeit am Abend. In unserem kleinen Ferienhäuschen kochten wir gemeinsam, quatschten über alte Zeiten, tauschten Gedanken zum Training aus und lachten herzhaft miteinander. Den Samstagabend verbrachten wir mit den anderen Dojo's bei der Lehrgangsfeier. Nachdem wir uns beim Buffet den Bauch vollgeschlagen hatten, wurden neue und alte Kontakte gepflegt und in gemütlicher Atmosphäre gefeiert.

Aber was denn gefeiert? Natürlich das Bestehen der Gürtelprüfungen. Während der Großteil am Samstag fleißig trainierte, zitterten einige bei ihrer Prüfung zur nächsten Graduierung. Darunter auch zwei Torii's. Für Mike stand der große Schritt zum Shodan an und Sandra stellte sich der Herausforderung Sandan. Beide gaben ihr Bestes, kämpften sich durch die einzelnen Prüfungspunkte und wurden am Ende belohnt. Herzlichen Glückwunsch zur neuen Graduierung! Logisch, dass das am Abend gefeiert werden musste.

...und schneller als man schauen konnte, waren die vier Tage quasi schon vorbei. Nach der abschließenden Einheit am Sonntag, stand nur noch die Heimreise auf dem Plan. Diese zog sich - trotz motivierender Kaffee- und Eis-Pause - doch etwas in die Länge. Nichtsdestotrotz kamen wir am Abend erfolgreich in Dresden an.

Ein großer Dank gilt dem Dojo Yamauchi Yodo und seinen fleißigen Helfern für die ganze Organisation. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, denn - Spoileralarm - es geht zum Gasshuku wieder nach NRW.

Oss Sandra