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Ende Oktober lud das
Dojo Torii Dresden gemeinsam mit dem Dojo Nitta
Dresden zum Herbst-Bundeslehrgang
ein. Neben Eugen Landgraf Sensei
(8. Dan) und Frank Stuckemeier Sensei
(7. Dan) beehrte uns dieses Mal ein besonderer Gast
- Sensei Shinji Tanaka (7.
Dan)
Diese Gelegenheit ließen sich fast 200 Karateka
nicht entgehen und sorgten für eine gut gefüllte
Halle. Nach einer kurzen Erwärmung - von
Tanaka Sensei höchstpersönlich angeleitet -
begannen alle Graduierungen mit einer gemeinsamen
Trainingseinheit. Tanaka Sensei legte dabei
viel Wert auf den korrekten Einsatz der Hüfte und
Beinmuskulatur sowie dem achsengerechten
Durchführen der einzelnen Techniken. Vertieft
wurden diese Aspekte in diversen Kihon-
Kombinationen und einer Interpretation
des Sanbon Kumites. Nach einer kurzen Verschnaufpause
erfolgte das weitere Training getrennt nach
Graduierungen. Zunächst vermittelte Landgraf
Sensei der Unterstufe die Grundlagen des
Zukis. Parallel dazu erhielt die Mittelstufe
bei Stuckemeier Sensei eine dynamischere
Anwendung. Neben diversen Kihon-Kombinationen
wurde auch gemeinsam mit dem Partner trainiert. Tanaka
Sensei nahm sich die Oberstufe ab
Braungurt an. Den Anfang machte eine Wiederholung
der Kata Bassai Dai. Hierbei erklärte Tanaka
einige Feinheiten einzelner Sequenzen. Gefestigt
wurden diese schließlich bei einigen
Bunkai-Anwendungen am Partner. Im letzten
Trainingsdrittel rotierten die Trainer bei der
Unter- und Mittelstufe. Während auf die Weiß- bis
Orangegurte eine Kata-Session wartete, ließ Eugen
Sensei die Grün- und Violettgurte in diversen
Kumite-Anwendungen schwitzen. Die Oberstufe
befasste sich derweil intensiv mit der Kata
Gangaku unter dem wachsamen Auge von Tanaka.
Nach knapp drei Stunden Training und
ordentlich neuem Input im Kopf, ließen wir den
Samstag noch gemütlich ausklingen. Beim gemeinsamen
Abendessen im griechischen Restaurant
„Poseidon II“ wurden die Beziehungen der Dojos
untereinander gepflegt, reichlich über Karate
philosophiert und die Kohlenhydrat-Speicher wieder
aufgefüllt.
Dank der Zeitumstellung wurde die
Regenerationszeit um eine Stunde verlängert - also
konnte am Sonntag frisch und fit ins
Training gestartet werden. Dies gelang am Besten
mit einer Heian Shodan zur Erwärmung.
Danach folgten noch einige Kihon-Kombinationen
und ein kurzer Exkurs in die S.K.I.F. Kihon
Ippon Kumite-Variationen. Damit
wurde der Körper ordentlich auf Betriebstemperatur
gebracht. Nach einer kurzen Pause sollte es für
einige Teilnehmer ernst werden - es standen die Gürtelprüfungen
bis zum 1. Kyu an. Auch einige unserer
Torii's stellten sich dieser Herausforderung
und meisterten diese - in dem Sinne - herzlichen
Glückwunsch an unsere neuen Gürtelträger!
Während also auf der einen Hallenseite die Nerven
teilweise blank lagen, durfte der Rest des
Teilnehmerfeldes fleißig weiter trainieren.
Tanaka Sensei widmete sich dabei der
Oberstufe und studierte detailliert diverse
Katas. Dabei ging er besonders auf die
einzelnen Feinheiten, das korrekte Bewegungsmuster
sowie die Hüftrotation u.a. beim Ausholen ein. In
der Kata Nijushiho vertiefte er dies noch einmal
und nutzte dafür verschiedene Bunkai-Formen,
welche am Partner angewendet wurden. Mit Ende der
Prüfungen und dem gemeinsamen Owari fand
das Lehrgangswochenende seinen Abschluss. Nun gilt
es, die gelernten Inhalte mit ins eigene Dojo zu
nehmen und dort regelmäßig zu üben.
Oss Sandra



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